Berliner Senat streicht der Lesbenberatung finanzielle Mittel
Der Senat für Gesundheit hat uns in der letzten Woche mitgeteilt, dass wir 15.000 Euro im schon laufenden Jahr 2013 einsparen müssen.
Das ist einfach unfassbar!!! Wir werden das nicht akzeptieren!
Das würde bedeuten, dass unserer Barrierefreiheit, unsere Jugendarbeit, die niedrigschwelligen Gruppenangebote, ein Teil unseres Beratungsangebotes und die Öffnungszeit nicht mehr so wie bisher für lesbische, bisexuelle Frauen und Trans*Menschen zu Verfügung stehen könnten.
Der Protest geht weiter!
Nach einer erfolgreichen Kundgebung am Freitag, den 17.5.2013, geht auch diese Woche unser Protest weiter. Bis zu nächsten Sitzung des Hauptausschusses am 29.5., wo nohc einmal innerhalb der Parteien über die Streichung verhandlet wird, müssen wir sichtbar bleiben, um auch nachhaltig unsere Finanzierung zu sichern.
Deswegen sammeln wir weiterhin Unterschriften für unsere Online-Petition. Unser Ziel ist es, 5000 Unterschriften zu übergeben und für den Haushalt 2014/15 deutlich zu machen, dass es keien Einsparungen in der Gesundheitspolitik für lesbische, bisexuelle Frauen und Trans* Menschen geben darf und eine Zusatzfinanzierung für young and queer notwendig ist.
Außerdem wurden bereits erste Unterstützungsbriefe an den Gesundheitssenator Herrn Czaja versendet. Wir bedanken uns für die großartige Solidarität und freuen über weitere Unterstützung.
Die Kundgebung war ein toller Erfolg. Über 100 Menschen waren da und haben mit uns gegen die Streichungen von je 15.000 Euro bei der Lesbenberatung und dem Familienplanungszentrum Balance demonstriert! Um 11:30 Uhr konnten wir dann der Staatssekretärin für Gesundheit, Frau Demirbüken-Wegner, unsere Onlinepetition überreichen! Wir haben mit der Übergabe darauf hingewiesen, dass aus den wunderbaren Kommentaren zur Petition deutlich wird, warum die Streichung zurückgenommen werden muß und welchen Stellenwert die Lesbenberatung und LesMigraS für viele Menschen in Berlin, bundesweit und international einnimmt. Weiterhin war es uns ein Anliegen, ein queeres Gender Budgeting einzufordern und nicht da zu kürzen, wo Mehrfachidentität empowert und nicht in Frage gestellt wird!
Bitte bleibt weiter gemeinsam mit uns am Ball - noch sind die Streichungen nicht abgewendet!
Wir werden die Streichung nicht hinnehmen und brauchen dafür Deine Unterstützung. Unterzeichne unsere Onlinepetitiongegen die Streichung. Jede Unterschrift zählt.
Wir sammeln 1000 Gründe für die Berliner Politiker_innen, warum die Arbeit der Lesbenberatung wichtig ist und auf keinen Fall gekürzt werden darf. Deine Meinung ist uns wichtig! Nenn uns deine Gründe im Kontaktformular.
Pressespiegel: 03. Mai 2013, queer.de: "Berliner Senat kürzt die Lesbenberatung", Hier der Link zum Artikel 07. Mai 2013, Mädchenmanschaft: "Berliner Politik zückt den Rotstift: Gesundheits- versorgung von Frauen, Lesben und Trans* gefährdet", Hier der Link zum Artikel 07. Mai 2013, taz-online:"Kaum Anschluss unter dieser Nummer", Hier der Link zum Artikel 13.Mai 2013, neues deutschland online:"Czaja kürzt bei Lesbenberatung", Hier der Link zum Artikel 13. Mai 2013, Siegessäule online: "Spar-Schock für die Lesbenberatung", Hier der Link zum Artikel 13. Mai 2013, Hessen Tageblatt: "Die Linke: Czaja darf Kürzungen bei Frauenprojekten nicht hinnehmen", Hier der Link zum Artikel 18. Mai 2013, Siegessäule online: "Demo gegen Kürzung bei der Lesbenhilfe durch Gesundheitssenat", Hier der Link zum Artikel
"Jo weiß Bescheid"- Kostenloser Sensibilisierungsworkshop im Rahmen eines Kooperationsprojektes gefördert durch die Initiative Sexuelle Vielfalt
LSBT* in der Pflege- was heißt das eigentlich?
Die Lesbenberatung Berlin e.V bietet einen Workshop mit dem Fokus auf ältere und chronisch kranke Lesben, Bisexuelle und Trans* mit und ohne Migrationsgeschichte in der Pflege an. Es geht dabei um die Sensibilisierung von Pflegepersonal sowie Menschen in der Ausbildung für einen Pflegeberuf.