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Lesben, Bisexuelle, Trans* und Inter* mit Behinderungen

Mit dem Einbau eines Fahrstuhls und der Einebnung der letzten Türschwellen ist die Lesbenberatung nun weitgehend barrierefrei.
Alle unsere Veranstaltungen und Angebote sind rollstuhlgerecht. Veranstaltungen in Gebärdensprache werden extra aufgeführt.
Bei speziellen Anforderungen finden wir individuelle Lösungen – sprecht mit uns!

Wir setzen uns mit verschiedenen Themen von Frauen/Lesben, Trans* mit Behinderung auseinander. Mit unseren Angeboten erreichen wir, dass sich Frauen und Trans* untereinander kennen lernen. Ein Ziel ist es, zu unterstützen, sich aus isolierten Rollen zu befreien und Selbstbewusstsein zu stärken. Wir engagieren uns dafür, dass die Lesbenberatung ein Ort ist, zu dem alle Frauen/ Lesben/ Trans* mit und ohne Behinderung, egal welcher ethnischen Herkunft und psychosexuellen Identität kommen können.

Nach Artikel 3 der Behindertenrechtskonvention, sind Menschen mit Behinderung Teil der menschlichen Vielfalt. Das heißt auch, dass Menschen mit Behinderung mehrfachzugehörig sind: behindert aber auch lesbisch oder bi, alt und  jung, weiß oder People of Color, Migrant_innen, Frauen, Trans* und Inter*.
Erst die Verweigerung von Menschenrechten macht Behinderte zu Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Frei nach dem Gesundheitsverständnis des Gesundheitsbereichs der Lesbenberatung möchten wir Behinderung neu und anders denken: Weg vom medizinischen Modell von Behinderung und dessen Streben nach Normierung hin zu Solidarität, Empowerment und Wertschätzung.
Krankheit, Bedürftigkeit, Schmerz sind allgemeine Probleme, die uns alle betreffen können und genauso dazu gehören wie Wohlgefühl, Freude und Glück. Nach wie vor sollen Menschen aussortiert werden, die in dieser Gesellschaft als weniger leistungsfähig, als krank, als behindert und leidend angesehen werden. Wir wünschen uns von der Gesellschaft mehr Sensibilität für Probleme, Bedürfnisse und Krisen mit mehr Offenheit für nicht-normatives Verhalten: In unserer Arbeit ist uns dabei besonders wichtig zuerst zu fragen, was ihr braucht, wenn ihr in einer Krise seid oder mit einem Problem zu uns kommt. Ihr könnt mit allen Fragen zu uns kommen, ob Beziehung oder Alltagspraktisch, Krise, Coming Out oder Kinderwunsch. Als Orientierung über mögliche Themen haben wir ein paar Fragen zusammengestellt, die in der Vergangenheit bereits Thema von Beratungen waren:

Coming Out: Wie fühlt es sich an, sich für Frauen zu interessieren? Wem kannst du was erzählen oder nicht? Musst Du beim Erzählen unterscheiden zwischen Eltern, Freund_innen, Betreuer_innen oder Assistent_innen?

Lesbische Szene: Wo kannst Du hin? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Wie kannst Du Kontakte herstellen?

Freund_innen als Assistenz: Geht das? Fühlen sich die Freund_innen manchmal
überlastet? Begleiten sie Dich in die Szene? Wie geht es Dir damit?

Liebesbeziehung: Fühlst Du Dich ernstgenommen beim Flirten? Gibt es Probleme, weil Du viel Hilfe brauchst? Probleme bei der gelebten Sexualität? Hast Du das Gefühl, als Partner_in "zu genügen"?

Diskriminierung und Gewalt: Hast Du das schon erlebt? Wirst Du als Lesbe von deinem Umfeld anerkannt oder eher gemieden? Hast Du Angst, Deine Lebensweise öffentlich zu zeigen?

Arbeit: Leistungsanspruch und Behinderung, geht das? Magst Du Deinen Job? Suchst Du Arbeit? Unterstützen Dich Deine Kolleg_innen? Gibt es Konflikte?

Hier geht es zum
Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention)
Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention in leichter Sprache)

Quelle: http://www.lesbenberatung-berlin.de