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Gesundheit

„Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den ‚Zustand der Abwesenheit von Krankheit’ hinaus.“
(Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, 1997)

Wir verstehen Gesundheit nicht in negativer Abgrenzung zu Krankheit, sondern viel mehr als einen Zustand des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlergehens. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe an und versuchen, zusammen mit euch die besten Möglichkeiten zu finden, um euch wohl in eurem Körper und eurer Umgebung zu fühlen.

Ziel unserer psychosozialen Arbeit ist es, dass mehrfachzugehörige lesbische und bisexuelle Frauen, Mädchen und Trans*Menschen sowie alle Frauen in Krisensituationen so gesund wie möglich mit dem leben können, was sie in ihrem Alltag begleitet. Individuelle Probleme können nur im Kontext gesellschaftlicher Strukturen und Verhältnisse verstanden werden. Statt Krankheits- und Symptomproblematisierung verschieben wir die Perspektive auf Empowerment, Prävention, Gesundheitsförderung und -erhaltung.

Wir verstehen Gesundheit ganzheitlich, das heißt, dass wir sowohl in unserer psychosozialen Arbeit als auch in unserem politischen Handeln die Folgen, die Homphobie, Rassismus, Transphobie, Diskriminierung und Gewalt auf die Gesundheit haben, mitbedenken. Auf die Gesellschaft bezogen, bedingt das für uns die Einbeziehung von LBT*I*Q-Lebensweisen und Genderperspektiven in den Gesundheitsbereich. Denn vor allem die Institutionen des Gesundheitswesens, Ärzt_innen sowie Therapeut_innen und Mitarbeiter_innen in Beratungsstellen sind noch immer nicht mit homosexuellen und trans* Lebensweisen vertraut. So kommt es zu Stigmatisierungen, falschen Ansprachen, mangelndem Informationsstand (z.B. zu den Themen Kinderwunsch oder safer sex), Fehldiagnosen und vielem mehr.
Menschen suchen uns auf, weil sie in unseren Räumen einen Schonraum vor Diskriminierung finden und wissen, dass sie hier mit allen Themen willkommen sind.
Gleichzeitig appellieren wir an die Verantwortung von Gesellschaft, Politik und Institutionen, auf die Veränderung gesundheitsschädigender Strukturen und Benachteiligungen hinzuwirken.

Unsere Angebote:
•    Krisenintervention bei Identitätskrisen, Depression und Suizidgefährdung
•    Bewältigung gesundheitlicher Folgen durch erlittene häusliche und sexuelle Gewalt
•    Listen von Psychotherapeut_innen, die beispielsweise rollstuhlgerechte Räume sowie Erfahrung mit lesbischen oder trans* Klient_innen haben
•    Begleitung bei chronischen Erkrankungen
•    Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten und Infektionen
•    Unterstützung der eigenen Körperwahrnehmung
•    Prävention und Bewältigung psychischer Erkrankungen sowie Verhinderung krankheitsbedingter Folgen
•    Nachbetreuung nach Psychiatrieaufenthalten
•    Begleitung zu anderen Einrichtungen, medizinischen Diensten, Krankenhäusern etc.
•    Unterstützung bei gesundheitsfördernden Maßnahmen
•    Prävention und Bewältigung chronischer, psychischer und somatischer Erkrankungen sowie Verhütung krankheitsbedingter Folgen
•    Information und Beratung für Mitarbeiter_innen in pädagogischen oder psychologischen Berufsfeldern sowie Personen des sozialen Umfelds
•    Fortbildung von Multiplikator_innen
•    Einbringen von Belangen unserer Nutzer_innen in den Gesundheitsbereich durch Netzwerkarbeit auf bezirklicher, Landes- und Bundesebene

Kontaktiert uns persönlich, per Mail oder am Telefon - es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, unser Angebot in Anspruch zu nehmen. Mehr Informationen erhaltet ihr auf unseren Beratungsseiten.

Quelle: http://www.lesbenberatung-berlin.de