Dass es Gewalt auch in lesbischen und lesbisch/trans* Beziehungen gibt, war lange Zeit ein Tabu und wird immer noch tabuisiert. Das machte und macht es oft schwer, jemanden zu finden, mit dem sich über die erlebte Gewalt reden lässt. Die Lesbenberatung ist dafür eine kompetente Ansprechpartnerin. Wir beraten und unterstützen lesbische/bisexuelle Frauen und transidente Menschen, die Gewalt erlebt haben. Wir begleiten, falls erforderlich und gewünscht, zu Polizei- und Gerichtsterminen sowie zu ÄrztInnen und anderen Einrichtungen. Unser Angebot richtet sich aber auch an Frauen, die Gewalt in ihrer Beziehung ausüben. Denn auch sie brauchen Unterstützung, um die Gewalt zu beenden.
Gewalt in Beziehungen zu thematisieren, ist eine wichtige Aufgabe. Die Lesbenberatung war und ist maßgeblich daran beteiligt, dieses Tabu zu brechen und bietet deshalb neben Beratung auch Informationen für Menschen, die beruflich mit Gewalt innerhalb von Beziehungen zu tun haben, sich aber bisher nicht mit Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen auseinander gesetzt haben.
Die Lesbenberatung ist seit Dezember 2009 und bis Dezember 2011 Kooperationspartnerin eines EU-Projekts zum „Tabubruch der häuslichen Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen“. Ziel ist im ersten Jahr die Aufdeckung von Tabuisierungsmechanismen sowie die Erarbeitung von Konzepten und Aktionen, um diese zu Mechanismen zu verändern. Daraus abgeleitet, werden im zweiten Jahr verschiedene Aktionen statt finden.
Broschüre und Film zum Thema "Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen"